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Ist Kokosöl tatsächlich das vielseitige Wundermittel für (fast) alle Zwecke?

Urheber: Botamochy

Bei Figur- und Gesundheitsbewussten genoss Kokosöl lange Zeit einen eher schlechten Ruf  – aber zu Unrecht, wie man heute weiß!

Vor allem wegen des hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren gilt Kokosöl oder Kokosnussöl bei Gesundheitsaposteln intwischen als tropische Alternative zu Rinderfett, Schmalz und Co. Inzwischen hat aber auch die Wissenschaft bestätigt: Kokosöl ist (viel) besser als sein Ruf. Nicht nur in der Küche, sondern vor allem für Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden wird dieses scheinbar extrem vielseitige natürliche Öl von immer mehr Menschen geschätzt und gilt sogar als Superfood. Aber warum ist das so und welchen Nutzen bringt uns Kokosöl?

Kokosöl: Was ist das eigentlich?

Ob Kokosnussöl oder Kokosfett: Bei Kokosöl handelt es sich um das weiße oder leicht gelbliche Pflanzenfett, das aus dem Nährgewebe der Kokosnuss gewonnen wird. Die korrekte Bezeichnung dieses Nährgewebes lautet übrigens Kopra. Bekannt ist das Kokosöl bei uns vor allem durch seine praktische Verwendung beim Braten, Backen und Frittieren. Außerdem wird Kokosnussöl oft in der Süßwarenindustrie sowie für kosmetische und pharmazeutische Zwecke eingesetzt.

Etwas wie Eiskonfekt: Der Geschmack von Kokosöl

Eine typische Eigenschaft von Kokosöl ist die Aufnahme von Schmelzwärme beim Vorgang des Schmelzens. Das bedeutet z.B.: Wenn Du Kokosöl im Mund hast, erzeugt es einen deutlich spürbaren Kühleffekt.

Dass der Schmelzpunkt des Öls unter unserer Körpertemperatur liegt ist übrigens nicht – wie lange angenommen und heute noch häufig beschrieben – der Grund für diesen kühlenden Effekt, sondern eine wichtige Voraussetzung. Ein Effekt übrigens, den sich auch die Industrie zu Nutzen gemacht hat: Auch deshalb ist Kokosöl ein beliebter Inhaltsstoff von Eiskonfekt.

Kokosöl für die Gesundheit: Was sagt die Forschung?

Wie so oft in der Wissenschaft, hat auch die Forschung über die verschiedenen Wirkungsweisen von Kokosnüssen oder Kokosöl durch einen Zufall einen wahren Quantensprung erlebt. In den 1960er-Jahren traf der Forscher Ian Prior überraschend auf ein bis dahin völlig isoliertes Inselvolk in Polynesien.

Obwohl diese kleine Gruppe von Eingeborenen keine Medizin oder Arzneien kannte, verfügte es über einen fast perfekten und beschwerdefreien Gesundheitszustand. Beobachtungen des Wissenschaftlers ergaben, dass sich das kleine Inselvolk fast ausschließlich von Kokosnüssen ernährte. Das animierte den Neuseeländer dazu, die verschiedenen positiven Eigenschaften vor allem des Kokosöls zu erforschen. Seine Erkenntnisse hinsichtlich der Vielfältigkeit und Effektivität waren so erstaunlich, dass ihm bald zahlreiche andere Forscher nacheiferten.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse: Kokosöl weist zwar einen relativ hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren auf. Ihr Aufbau ist bei diesem tropischen Öl aber mittelkettig, was relativ selten vorkommt. Dank dieser Struktur können Sie von unserem Organismus schnell und gut verwertet werden. Außerdem verbessern sie auch die Aufnahme relevanter Mineralstoffe, fettlöslicher Vitamine, Aminosäuren und anderer Nährstoffe.

Und: Kokosöl erhöht die sogenannte Bio-Verfügbarkeit der bereits in anderen Nahrungsmitteln existierenden Nährstoffe. Das sind nur einige der Eigenschaften des Kokosöls, die von der Forschung gerade in den letzten Jahren durch viele Studien und Untersuchungen bestätigt wurden. Jede einzelne dieser Besonderheiten sowie die jeweiligen Kombinationen sorgen dafür, dass Kokosöl die verschiedensten positiven Einflüsse auf den unterschiedlichsten Gebieten haben kann. Auch deshalb lohnt sich ein Blick auf die vielfältigen Potentiale des Öls aus der Kokosnuss.

Krebs vorbeugen mit Kokosöl

Die verschiedenen Krebserkrankungen sind in Mitteleuropa immer noch die häufigste Todesursache. Umso wertvoller, wenn eine natürliche Substanz wirkungsvoll und nachweislich diese Krankheit vorbeugen kann. Denn – genau, richtig geraten – Kokosöl hat genau diese Eigenschaft. Forscher haben bewiesen, dass das Öl der Kokosnuss die Anzahl der antioxidativ wirkenden Enzyme im Körper stark erhöht. Und genau diese Enzyme hemmen Entstehen und Wachstum von Krebszellen.

Das Fazit der verschiedenen Studien: Regelmäßig eingenommen ist Kokosöl ein natürliches und durchaus wirkungsvolles Mittel zur Vorbeugung von verschiedenen Krebserkrankungen. Eine weitere gute Nachricht: So weit bekannt, wurde keine dieser Studien von der Kokosöl-Industrie bezahlt!

Kokosöl als Doping für das Gehirn

Und tatsächlich: Nicht zuletzt wegen der genannten Faktoren hat die Wissenschaft in den letzten Jahren die gesundheitsfördernde Wirkung von Kokosöl in verschiedenen Bereichen bestätigt. Besondern aufsehenerregend ist eine noch sehr junge, aber mehrfach bestätigte Erkenntnis der Forschung: Naturreines Kokosöl vermindert signifikant die Entstehung von Alzheimer und Demenz.

Auch hierfür sind in erheblichem Maße die viel zitierten mittelkettigen Fettsäuren verantwortlich. Ebenso wertvoll für Gesundheit und die Leistungskraft unseres Gehirns ist die Laurinsäure. Diese macht etwa die Hälfte der gesamten Fettsäure im Kokosöl aus.

Da unser Körper die Laurinsäure aber nicht selber produzieren kann, empfiehlt sich der regelmäßige Verzehr von Kokosöl. Auch, weil Laurinsäure unsere Immunsystem stärkt. Alles das sind Gründe, weshalb Kokosöl inzwischen als functional food bezeichnet wird – also als Lebensmittel mit gesundheitsfördernden Eigenschaften.

Kokosöl gegen Karies und viele andere Beschwerden

Wenn man sich die vielen positiven Wirkungen des natürlichen Öls anschaut, drängt sich die Frage auf: Was soll Kokosöl eigentlich nicht können?

Denn in kleinen Mengen benutzt wirkt es wie ein Deodorant, manche Frauen schwören auf Kokosöl als Wundermittel gegen Cellulitis. Berichtet wird oft auch von der heilenden Wirkung bei Halsschmerzen und Erkältungen, und sogar bei Diabetes! U.a. das Athlone Institute of Technology hat in einer umfangreichen Studie gezeigt, wie sich das Ölziehen mit Kokosöl positiv auf die Gesundheit im Mund auswirkt: Neben dem Schutz vor Karies und Zahnfleischentzündungen lassen sich auf diese Weise auch ganz natürlich verfärbte Zähne sanft aufhellen.

Kokosöl als omnipotentes Wundermittel? Welche Erfahrungen hast Du mit dem scheinbar wundersamen Naturprodukt gemacht? Wir sind gespannt auf Deine Erfahrungen in den Kommentaren …

Das Kokosöl und seine Inhaltsstoffe

Gut, bzw. gesundheitsfördernd wird ein Nahrung- oder Nahrungsergänzungsmittel durch die Dinge, die in ihm enthalten sind. Beim Kokosöl sind das im Wesentlichen diese Inhaltsstoffe:
• Ölsäure
• Linosäure
• Linolensäure
• Palamitinsäure
• Laurinsäure
• Myristinsäure
• Tocopherol
• Die Fettsäuren Capronsäure, Capryls, Caprins, Stearins, Palmitoleinsäure und Arachinsäure

Kann ich mit Kokosöl wirklich abnehmen?

Ein Grund für den erwähnten neuen guten Ruf unseres Kokosöls liegt wohl auch an der (vermeintlichen?) Abnehm-Wirkung. Vorteil von Kokosöl gegenüber vielen anderen Pulvern, Drinks oder Pillen, die bei der Reduktion von Gewicht helfen sollen: Kokosöl ist eine rein natürliche Substanz! Und zwar eine Substanz, die nachgewiesener Weise den Stoffwechsel wirkungsvoll beim Abnehmen unterstützen kann. Denn vor allem die im Kokosöl freigesetzten Ketonen sind eine wichtige Hilfe beim Fettabbau. Auch die im Kokosöl enthaltenen mittel- und langkettigen Triglyzeride beeinflussen und modulieren sogar den Fettstoffwechsel auf signifikante Weise.

Wirkungen, die übrigens von verschiedenen Studien glaubhaft belegt wurden! Fakt ist und bleibt dennoch: Auch Kokosöl kann immer nur eine hilfreiche Ergänzung beim Abnehmen sein. Ohne eine richtige Ernährung und Bewegung werden auch bei reichlich Kokosnussöl die Kilos auf der Waage nicht purzeln …

Kokosöl und sein Geheimnis für Haare, Haut und Lippen

Schlanksein bedeutet für viele Menschen auch Schönheit. Und gerade beim Thema Aussehen zeigt das oft auch in der kosmetischen Industrie zum Einsatz kommende Kokosöl seine Stärken: Wenn Du z.B. unter trockenem, stumpfen oder rissigen Haaren leidest, kann Dir das natürliche Öl helfen

. Denn reines Kokosöl oder auch entsprechende Shampoos machen das Haar auf sanfte und natürliche Weise äußerst geschmeidig und liefern ihm wichtige und wertvolle Feuchtigkeit. Sogar bei Haarausfall, der nicht erblich bedingt ist, lindert Kokosöl die Probleme und wirkt bei rechtzeitiger Anwendung dem Ausfall der Haare durch eine natürliche Stimulation der Haarwurzeln wirkungsvoll vor.

Ebenso bewährt und auch wissenschaftlich bewiesen ist die Heilkraft bei einigen Hauterkrankungen. Viele Erkrankungen unseres größten Organs wie z.B. Akne oder auch Neurodermitis werden nämlich durch Entzündungsherde ausgelöst oder zumindest gefördert. Die besondere Kombination der Inhaltsstoffe sorgt dafür, dass Kokosöl eine zur Behandlung ideale antimikrobielle und entzündungshemmende Wirkung hat. Besonders die im Kokosöl reichlich enthaltene Laurinsäure bekämpft Bakterien, Keime oder Viren auf schonende, aber nachhaltige Weise.

Ein weiterer Vorteil des Öls: Durch seine natürliche Konsistenz kann Kokosöl praktisch an jeder Stelle des Körpers benutzt werden. Auch an empfindlichen Stellen, wie z.B. auf den Lippen. Gerade bei spröden und trockenen Lippen bewirkt Kokosöl schnell wahre Wunder: Während einige der handelsüblichen Lippenstifte die Trockenheit zwar kurzzeitig unterbinden, sorgt Kokosöl dafür, dass der natürliche Aufbau der Lippenhaut zeitgleich unterstützt wird.

Kokosöl auf den Lippen aufgetragen sorgt ebenfalls für einen wirkungsvollen Schutz gegen freie Radikale und kann somit z.B. auch die unangenehme Entstehung von Herpes verhindern. Wirkung zeigt Kokosöl übrigens auch als Schutz für Lippen und Haut gegen UV-Strahlung.

Auch für Deine Tiere kann Kokosöl nützlich sein

Viele Besitzer von Hund, Katze oder Pferd kennen und schätzen Kokosöl vor allem bei der Fellpflege. Neben vielen anderen positiven Effekten für das Fell der Vierbeiner ist das natürliche Öl vor allem ein wirksamer Schutz gegen Parasiten wie Flöhe oder Zecken. Das native Kokosöl schafft bei Tieren quasi für einen natürlichen Schutzmantel, durch den lästigen Parasiten nicht in die Haut eindringen können. Ein Effekt, der sich übrigens auch bei uns Menschen beobachten lässt: Auch für uns ist Kokosöl ein wirksamer Schutz vor allem gegen Zecken. Aufgetragen auf die Haut, vertreibt das Öl aber auch Mücken, die den Geruch nicht leiden können.

Und wie bei uns Menschen, kann Kokosnussöl auch bei Tieren innerlich angewendet werden und so seine Wirkung entfalten: Z.B. als Zugabe bei einer Wurmkur, um vorhandene Parasiten im Magen-Darm-Trakt der Tiere zu beseitigen. Besonders eitle Frauchen oder Herrchen lieben Kokosöl, weil es das Fell der geliebten Vierbeiner so schön glänzend werden lässt. Zudem wird (wie bei uns Menschen!) das Wachstum des Fells positiv gefördert und vermindert spröde und trockene Stellen.

Kokosöl in der Küche

Du hast spätestens jetzt bemerkt, dass Kokosöl und die Kokosnuss überhaupt extrem vielseitig sind. Aus Letzterer wird bekanntlich auch Kokosmehl, Kokoswasser, Kokosmilch und natürlich Kokosöl gewonnen. Beim Kochen mit Kokosöl fällt zunächst eine Besonderheit auf: Es handelt sich hierbei um weißes und festes Pflanzenöl, das erst bei Erwärmung auf einer Temperatur von etwa 25° C flüssig wird.

Eine weitere Besonderheit: Wegen seines hohen Rauchpunkts (ca. 180 – 200°C) eignet sich Kokosöl ideal zum Backen und Braten. Unter Rauchpunkt versteht man übrigens die niedrigste Temperatur, bei der ein Fett oder Öl mit der Rauchentwicklung beginnt. Der große Vorteil dieses hohen Rauchpunktes: Kokosöl behält im Gegensatz zu anderen Ölen auch beim Kochen, Backen, Braten oder Frittieren seine gesundheitsfördernden Eigenschaften.

Aber auch der geschmackliche Aspekt wird von vielen Menschen geschätzt: Besonders bei süßen und herzhaften Gerichten sorgt Kokosöl für ein exotisches Aroma. Auch bei Desserts, Meeresfrüchten und vielen Arten von Gemüse kannst Du mit Kokosöl ein raffiniertes asiatisches Geschmackserlebnis zaubern. Gerade in der Küche solltest Du möglichst natives Kokosöl verwenden. Im Gegensatz zu industriell hergestelltem Kokosöl werden die nativen Sorten schonend kaltgepresst und sind daher wesentlich aromatischer. Außerdem enthält natives Kokosöl, das bei uns oft in Bio-Qualität angeboten wird, wesentlich mehr gesunde Nährstoffe!


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