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Heißhunger bekämpfen – Was sind die Ursachen von Fressattacken

(Urheber: artmim)

Solch „(un)appetitlichen“ Eigenschaften wie Fressattacken oder heftige Hungerattacken in der Nacht traut man Claudia rein optisch gar nicht zu: Die 39-jährige Unternehmensberaterin wirkt schlank und sportlich. Als berufstätige Mutter von zwei Kindern im Schulalter meistert sie den Spagat zwischen Familie, Job und den vielen Dingen, die ein erfülltes, modernes und gesundheitsbewusstes Leben sonst noch ausmacht.

Aber wie von einem Dämon mit einem Rucksack voller kalorienhaltiger Süßigkeiten bekommt Claudia in regelmäßigen Abständen ungebetenen Besuch von Phasen mit ständigem Hunger und kaum zu widerstehenden Fressattacken. Warum werden wir eigentlich immer wieder von Heißhunger oder richtigen Fressattacken heimgesucht? Und vor allem: Welche Tipps haben auch Claudia dabei  geholfen, ihren Heißhunger endlich zu stoppen?

Mögliche Gründe für den ständigen Hunger

Heißhunger ist ein Problem, das sowohl Frauen als auch Männer betrifft. Ein Problem ist es vor allem deshalb, weil die Begierde unserer Fressattacken leider fast ausschließlich ungesunde, weil fettige oder süße Nahrungsmittel sind. Grund für diese Attacken können Mangelerscheinungen sein: Ein extremes Verlangen nach Schokolade ist häufig ein Zeichen für Magnesiummangel. In diesem Fall schreit unser Körper gar nicht nach Schokolade, sondern nach dem in hoher Konzentration im Kakao enthaltenen Magnesium.

Eine weitere Ursache für Heißhungerattacken besonders in der Nacht dürfte vielen Menschen bekannt sein: Frust, Burnouts oder sogar depressive Verstimmungen. Wenn die Stimmung schlecht ist, tröstet Frau oder Mann sich einfach mit Süßem oder Fettigem. Und tatsächlich: Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass bestimmte Inhaltsstoffe von vielen Süßigkeiten – und noch stärker einige Fettsäuren – für eine Ausschüttung von stimmungshebenden Hormonen sorgen.1

Heißhunger (nicht nur) in der Schwangerschaft

Claudia – und mit ihr viele andere andere Mütter – hatte besonders in der Schwangerschaft fast schon exzessive Heißhunger- oder regelrechte Fressattacken. Woher diese bei werdenden Müttern tatsächlich kommen, wird auch in der Wissenschaft kontrovers diskutiert. Eine Theorie besagt, dass die hormonellen Umstellungen Ursache für das in Unordnung geratene Geschmacksempfinden seien könnten.

Andere Experten sind der Meinung, dass der Köper einer Schwangeren einfach Reserven für das neu entstehende Leben aufbauen will. Deshalb sind gerade schlanke Frauen von diesem Phänomen betroffen, so die Wissenschaftler weiter.2

Sieben Tipps, wie Du Deinen Heißhunger endlich bekämpfen kannst

Nicht nur für die Figur, sondern auch für die Gesundheit können die ständig wiederkehrenden Fressattacken unangenehme Folgen haben. Im besten Fall kämpfst du einfach nur mit Übergewicht, im schlimmsten Fall können durch den ständigen Verzehr von Süßigkeiten Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes entstehen. Wir zeigen Dir deshalb sieben  Tricks, mit denen letztendlich auch Claudia nach jahrelangem Kampf ihren Heißhunger besiegen konnte:    

Tipp 1 um Heißhunger zu stoppen: Zähneputzen mit minzehaltiger Zahnpasta

Tatsächlich, auch Claudia kann ihren Heißhunger einfach wegputzen. Indem sie sich einfach mit einer minzehaltigen Zahnpasta die Zähne putzt. Denn der Geschmack von Minze lässt den Appetit auf Süßigkeiten oder anderes Zuckerhaltiges einfach und rasch abklingen.

Weiterer Vorteil: Auch Dein Zahnarzt freut sich über die zusätzliche regelmäßige Mundhygiene. Alternativ kann aber auch helfen, einfach an Pfefferminze zu riechen. Weil Geruchsinn und Geschmacksinn eng beieinander liegen, kannst Du auf diese Weise Dein Gehirn, bzw. Deinen Heißhunger nach dem Motto „genug gerochen, ich bin satt“ überlisten.

Trick 2 gegen Heißhunger : Akupressur gegen ständig wiederkehrende Fressattacken

Einfach mal ausprobieren: Auf der Mittellinie des Gesichts, genau zwischen Oberlippe und Nase liegt quasi der „Ausschalter für Heißhunger“. Diesen Punkt mit der Fingerspitze über einen Zeitraum von mindestens 45 Sekunden leicht drücken bzw. massieren, schon sollte der plötzliche Heißhunger verschwunden sein. Öfter angewendet kann diese einfache Form der Akupressur sogar dazu führen, dass ständiger Hunger für immer verschwindet.

Tipp 3 gegen Deine Fressattacken: Obst statt Süßigkeiten

Schlechte Angewohnten einfach zu akzeptieren, kann manchmal für die Psyche gut sein. Wenn bei Dir – was allerdings äußerst unwahrscheinlich ist – unsere Tipps gegen Heißhunger nicht helfen, dann solltest Du wenigsten die gesunde Alternative wählen: Halte in Deinem Kühlschrank einfach gesunde Snacks, wie z.B. Gurken, Kohlrabi oder Obst griffbereit. Kurz klein geschnitten zu leckeren Snacks bekämpfen auch diese gesunden Nahrungsmittel Deine Fressattacken. Ohne Deine Figur und Deine Gesundheit unnötig zu belasten!

Schluss mit dem Heißhunger – Tipp 4: Kokosöl oder Krillöl

Fettsäuren gegen Fressattacken? Was zunächst paradox klingt, ist äußerst effektiv: Zwar sind Kokosöl oder Krillöl  sehr reich an gesättigten Fettsäuren. Dennoch enthalten diese natürlichen Öle eine Vielzahl von positiven Inhaltstoffen, die z.B. antimikrobiell wirken und zudem den Blutfettspiegel senken. Regelmäßig beim Kochen verwendet, sind die beiden Öle eine natürliche und sehr wirkungsvolle Waffe gegen Fressattacken und Heißhunger.

Tipp 5: Keine Hungerattacken (in der Nacht) durch einen stabilen Blutzuckerspiegel

Unser Hungergefühl hängt stark von unserem Blutzuckerspiegel ab. Ist dieser Wert zu niedrig, fühlen wir uns schlapp und müde. Diese und andere Symptome fordern unseren Körper, schnell für Nahrungsnachschub zu sorgen. Die Folge: Appetit, im schlimmsten Fall auch regelrechter Heißhunger.

Das lässt sich einfach vermeiden: Möglichst keine Mahlzeiten ausfallen lassen, durch mehrere kleine Speisen am Tag für eine ausgewogene Ernährung sorgen. Ist eine reine Gewohnheitssache, wirkt aber Wunder – auch gegen Heißhunger in der Nacht.

Rezept 6 gegen Heißhunger: Die Mischung macht`s

Eng verwandt mit Tipp 5 und mehr ein Rezept als „nur“ ein Tipp: Achte bei den Rezepturen Deiner Mahlzeiten die richtige Nährstoff-Kombination. So kann eine extrem fettarme Ernährung zwar einige positive Folgen für Dich haben.

Aber der strikte Fett-Verzicht sorgt auch für ein verstärktes Hungergefühl. Nur mit Fettverzicht verringerst du nicht deinen Körperfettanteil. Die bessere Alternative, um ständigen Heißhunger zu stoppen: Eine ausgewogene Zufuhr aller Nährstoffe. Also Eiweiß mit komplexen Kohlenhydraten kombinieren.

Tipp Nr. 7 gegen Heißhunger und Fressattacken? Den wollen wir von Dir erfahren …

Rezepte, Tipps und Tricks gegen ständigen Hunger gibt es viele. Manche helfen wohl nicht, andere – wie die eben vorgestellten – führen zum Erfolg. Wie sieht es bei Dir aus? Welche Tricks oder neuen Verhaltensweisen haben bei Dir oder Deinen Bekannten den ständigen Hunger besiegt? Wir sind gespannt auf Deine Erfahrungen in den Kommentaren …

Quelle: Gerhard Gründer, Otto Benkert: Handbuch der Psychopharmakotherapie, Springer-Verlag, 2011

Quelle: Sven Sommer: Homöopathie in der Schwangerschaft, GU Kompass, 2016, S. 49ff.


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